Sommerkino
Unser Sommerkino findet vom 27. - 31. Juli 2010 um 21.30 Uhr statt.
Der Einlass in den IGA-Park kostet 1 Euro, und ermöglicht den freien Eintritt zum Sommerkino. Die Eingänge Mecklenburger Hallenhaus und Hansemesse sind bis Filmbeginn (21.30 Uhr) geöffnet.
Das Mitbringen einer wärmenden Decke ist empfehlenswert.
Kinoprogramm herunterladen
27. Juli: Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika
(Garvin Millar, Deutschland/ Südafrika 2009)
In bewegenden Bildern zeigt Garvin Millar Stationen des Lebens von Albert Schweitzer, der für seine Philosophie der „Ehrfurcht vor dem Leben“ bekannt wurde. Er reist 1949 in die USA, um Spenden für sein Urwald-Hospital in Lambarene in Gabun zu sammeln. Die Welt befindet sich am Anfang des Kalten Krieges. Als Schweitzer von seinem Freund Albert Einstein gebeten wird, sich gegen Atomwaffen einzusetzen, wird gegen ihn eine Kampagne der Verleumdung gestartet, die selbst die Existenz seines Hospitals in Gefahr bringt.
Albert Schweitzer gilt als einer der letzten Universalgelehrten. Der Spielfilm zeigt nur einen kleinen Aspekt seines Wirkens und Schaffens.
28. Juli: Spur der Steine
(Frank Beyer, DDR 1966)
Auf einer Großbaustelle regiert Hannes Balla (Manfred Krug), der Führer einer Zimmermannsbrigade, ziemlich uneingeschränkt. Der Arbeitseinsatz seiner Leute ist vorbildlich, doch die Methoden, mit denen sie Fehler in der Bauplanung zurechtbiegen, sind ein ständiger Affront gegen die Selbstherrlichkeit des Parteiapparats. Unerwartet Unterstützung erhält Balla von Werner Horrath, dem neuen Parteisekretär, und Kati Klee, einer jungen Ingenieurin. Was Balla mit „Anarchismus“ betreibt, gelingt ihnen mit legalen Mitteln. Horrath verteidigt seinen besten Mann Balla immer wieder gegen parteiliche Disziplinierungsversuche, bis er selbst in die Klemme gerät. Kati, von beiden Männern umworben, erwartet ein Kind von ihm. Als verheirateter Parteisekretär kann er sich aber solche Unmoral nicht leisten. Horrath schiebt die notwendige Entscheidung zwischen Kati und seiner Frau vor sich her, glaubt damit schließlich auch dem Werk zu dienen. Doch dann versagen ihm Kati und Balla die Gefolgschaft.
29. Juli: Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte
(Michael Haneke, Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2009)
Ein Dorf im Norden Deutschlands im Jahr 1913/14. An oberster Stelle der Dorfhierarchie stehen der adelige Gutsherr, der Arzt und der Pastor, welcher seine Kinder für das kleinste Vergehen zur Strafe ein weißes Band tragen lässt. Der Dorffrieden wird durch mysteriöse Ereignisse gestört: zu Beginn erleidet der nach außen hin kinderliebe und freundliche Arzt einen durch einen gespannten Draht absichtlich herbeigeführten Unfall. Der Sohn des selbstgerechten Gutsherren wird entführt und der behinderte Sohn der Hebamme schwer misshandelt. Diese Bestrafungen nehmen allmählich einen rituellen Charakter an. Stecken die Kinder und Jugendlichen des Dorfes dahinter, die ihre eigene Erziehung in diesen Taten widerspiegeln? Dem Verdacht des jungen Dorflehrers wird jedoch nicht weiter nachgegangen. Am Ende steht der Beginn des Ersten Weltkrieges, die Vorfälle werden dadurch zur Nebensache. Doch sind sie nicht die Wurzeln zukünftiger Ereignisse?
30. Juli: Wüstenblume
(Sherry Hormann, Deutschland/Österreich/Frankreich 2009)
Geboren in der Wüste Afrikas, wächst Waris im ständigen Kampf ums tägliche Überleben auf. Als sie mit 13 Jahren zwangsverheiratet werden soll, flieht sie, um dem Willen ihres Vaters zu entkommen. Die Familie ihrer Mutter in Mogadischu nimmt sie schützend auf und verschafft ihr eine Stellung als Dienstmädchen in London, wo sie jahrelang das Haus nicht verlassen darf. Waris flieht erneut und findet in der quirligen Verkäuferin und Lebenskünstlerin Marilyn eine Freundin und Vertraute, lernt englisch und jobbt als Putzfrau in einem Fastfood-Restaurant.
Dort entdeckt der Starfotograf Terry Donaldson sie, und die Designer reißen sich um sie, die allerdings aufgrund ihres abgelaufenen Reisepasses als illegale Einwanderin gilt und erst durch eine Scheinehe zu einer Aufenthaltserlaubnis gelangt.
Waris Dirie wird zu einem der bestbezahlten Models der Welt. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erzählt sie in einem Interview von der grausamen Tradition der Frauenbeschneidung, deren Opfer sie selbst als kleines Mädchen wurde. Sie entschließt sich, ihr Leben dem Kampf gegen dieses Ritual zu widmen.
31. Juli: Das Beste kommt zum Schluss
(Bob Reiner, USA 2007)
Der reiche und arrogante Großunternehmer Edward Cole (Jack Nicholson) und der betagte Automechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) teilen sich nicht nur ein gemeinsames Krankenhauszimmer, sondern auch die erschütternde Diagnose, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt sind und nur noch wenige Monate zu leben haben. Nach anfänglicher Skepsis voreinander freunden sich die beiden gegensätzlichen Patienten an und entschließen sich rasch, sich nicht einfach mit ihrem Schicksal abzugeben. So erstellen sie eine Liste mit Vorhaben, die sie sich vor ihrem Ableben noch gerne erfüllen würden (the bucket list, wie der Film im Original auch sehr viel treffender heißt und an „to kick the bucket“, also „den Löffel abgeben“, angelehnt ist). Dank Coles Vermögen und mit Hilfe seines Assistenten Thomas machen sich beide trotz Widerstand von Chambers Ehefrau Virginia auf eine Reise in fremde Länder, erleben halsbrecherische Aktionen und lernen darüber hinaus auch in menschlicher Hinsicht voneinander, und dass man in bestimmten Dingen zur Einsicht kommen und wichtige Entscheidungen treffen muss, bevor man die Bühne des Lebens verlässt.