Mit einer Kuppelhöhe von 15 m und einer Länge von 52 m ist der Weidendom das weltgrößte lebende Bauwerk. Während der Monate März und April 2001 wurde er aus Weidenruten der Umgebung und weiteren Naturmaterialien, wie Hanf- und Kokosseilen erbaut. Dabei wurde keinerlei maschinelle Hilfe in Anspruch genommen.

Der Entwurf für den Weidendom stammt vom süddeutschen Architekten Marcel Kalberer, der mit seiner Baukunstgruppe „Sanfte Strukturen“ auch dessen Entstehung leitete. Gebaut wurde der Dom von insgesamt etwa 650 freiwilligen Helferinnen und Helfern im Alter zwischen 16 und 75 Jahren aus dreizehn Nationen Ost- und Westeuropas. Während des Baucamps im März und April 2001 waren täglich ca. 50 Freiwillige mit dem Schneiden, Entasten und Bündeln der Weidenruten zu Strebebögen beschäftigt. Die einzelnen Bögen wurden aufgerichtet und miteinander zu einer selbsttragenden Konstruktion verknüpft. Vor der IGA 2003 wurde in den Weidendom ein Fußboden aus roten Backsteinen eingefügt, welche u.a. vom Abriss einer Kaserne in Parchim stammen. In den drei kleinen Kuppeln sind in einer leichten Holzspanten- und Zeltkonstruktion eine Informationstheke, ein Multifunktionsraum und ein Raum der Stille entstanden. Als Wetterschutz hat die Hauptkuppel ein leichtes Zeltdach erhalten.

 

Seit 2003 Jahren hat sich im Weidendom vieles verändert, was erst bei näherem Hinsehen entdeckt wird. So wurden die Backsteine im Fußboden durch witterungsbeständige Klinker ausgetauscht. Die Kuppel kam auch in die Jahre und wurde durch ein Korsett aus verzinkten Rohren stabilisiert. Auch das Zelt in der Kuppel ist inzwischen erneuert und bietet einen guten Schutz bei schlechtem Wetter. Bei Sonnenschein sind herrliche Schattenspiele in der Kuppel zu sehen (siehe Foto auf der Startseite)